Brandschutzlösungen für Lithium-Ionen-Batterien & E-Mobility
Brandschutz für Lithium-Ionen-Batterien beginnt mit dem konkreten Risikoszenario
Lithium-Ionen-Batterien werden heute in Elektrofahrzeugen, Flurförderfahrzeugen, Maschinen, Werkzeugen, mobilen Geräten, Energiesystemen und zahlreichen industriellen Anwendungen eingesetzt. Mit der zunehmenden Energiedichte steigen gleichzeitig die Anforderungen an Prävention, Brandbegrenzung, Lagerung, Transport und den sicheren Umgang mit beschädigten oder auffälligen Batteriesystemen.
Fingerhuth entwickelt und fertigt textile Hochtemperatur- und Brandschutzlösungen für unterschiedliche Batteriegrößen, Prozessschritte und Schutzziele. Das Portfolio reicht von Brandbegrenzungsdecken für Elektrofahrzeuge und HV-Batterien über Brandschutzhauben für Batterie- und Logistikeinheiten bis zu Brandschutztaschen, Gefahrgutbehältern und kundenspezifischen Sonderkonstruktionen.
Entscheidend ist dabei nicht allein die maximale Temperaturbeständigkeit eines Materials. Ein belastbares Sicherheitskonzept muss auch Batteriezustand, Energieinhalt, Reaktionsgase, Druckentwicklung, Partikelaustritt, mechanische Belastung, Einbausituation und das eigentliche Schutzziel berücksichtigen.
Brandschutzlösungen für Lithium-Ionen-Batterien und E-Mobility
Unser Portfolio umfasst Brandschutz- und Brandbegrenzungssysteme für Lithium-Ionen-Batterien unterschiedlichster Größen und Anwendungen – vom mobilen Akku über HV- und Traktionsbatterien bis zum Elektrofahrzeug. Dazu gehören Brandbegrenzungsdecken, Brandschutzhauben, Brandschutztaschen, Gefahrgutbehälter sowie stationäre Lager- und Ladelösungen für Industrie, Logistik, Infrastruktur und Gewerbe.
Brandschutzlösung passend zu Ihrem Anwendungsfall
Die geeignete Schutzlösung hängt nicht allein von Batteriegröße oder Temperaturbelastung ab. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl des passenden Brandschutzsystems und entwickeln bei Bedarf kundenspezifische Lösungen für besondere Anforderungen.
Welche Brandschutzlösung ist für Ihre Lithium-Ionen-Batterie geeignet?
Ein Batteriebrandschutzsystem sollte nicht ausschließlich anhand einer Temperaturangabe ausgewählt werden. Entscheidend ist, welches Ereignis betrachtet wird, welche Energiemenge vorhanden ist und welches Schutzziel erreicht werden soll.
Die folgenden Kriterien bilden eine technische Grundlage für die Vorauswahl einer geeigneten Lösung.
Batteriezustand
Neue, gebrauchte, mechanisch beschädigte, tiefentladene, auffällige oder bereits thermisch reagierende Batterien stellen unterschiedliche Anforderungen an Handling, Lagerung, Transport und Brandbegrenzung.
Batteriegröße und gespeicherte Energie
Ein einzelner Werkzeugakku verhält sich im Ereignisfall grundlegend anders als eine HV-Traktionsbatterie. Energieinhalt, Zellanzahl und Batteriearchitektur beeinflussen Temperatur, Branddauer und mögliche Reaktionsgasmenge.
Begrenzen, abschirmen oder sicher transportieren
Je nach Anwendung kann das Ziel in räumlicher Brandbegrenzung, Schutz benachbarter Güter, thermischer Abschirmung, sicherer Zwischenlagerung oder regelkonformer Gefahrgutverpackung liegen.
Reaktionsgase, Druck und Partikelaustritt
Thermal Runaway bedeutet nicht nur Hitze und Flammen. Auch heiße Reaktionsgase, Druckimpulse, Jet-Flames und brennende Partikel müssen bei der Konstruktion des Schutzsystems berücksichtigt werden.
Stationärer oder mobiler Einsatz
Produktionslinie, Werkstatt, Lager, Servicefahrzeug, Parkhaus oder Rücknahmestelle stellen unterschiedliche Anforderungen an Platzbedarf, Handling, Zugänglichkeit und Integrationsfähigkeit.
Präventiv oder im Ereignisfall
Manche Systeme werden präventiv um eine Batterie oder Logistikeinheit positioniert, andere erst im Brandfall eingesetzt. Reaktionszeit, Personal, Zugänglichkeit und betriebliche Abläufe müssen deshalb bereits bei der Produktauswahl berücksichtigt werden.
Lithium-Ionen-Batteriebrandschutz entlang der gesamten Nutzungskette
Lithium-Ionen-Batterien begleiten heute unterschiedlichste industrielle und gesellschaftliche Prozesse – von der Produktion über Nutzung und Service bis zu Rücknahme, Recycling und Entsorgung. Entsprechend unterschiedlich sind die Anforderungen an Brandprävention, Brandbegrenzung, sichere Lagerung und thermische Abschirmung.
Elektrofahrzeuge & Ladeinfrastruktur
Brandschutzlösungen für Elektrofahrzeuge an Ladepunkten, Parkhäusern, Tiefgaragen, Autohäusern, Werkstätten, Flottenstandorten und öffentlichen Infrastrukturen.
Gabelstapler & Flurförderfahrzeuge
Brandbegrenzung für elektrisch betriebene Flurförderfahrzeuge in Logistikzentren, Produktionshallen, Distributionslagern und automatisierten Materialflüssen.
Batterieproduktion & Montage
Textile Schutzsysteme für Batteriemodule und Packs während Montage, Prüfung, Qualitätskontrolle, End-of-Line-Prozessen und innerbetrieblichem Handling.
Lagerung & Logistik
Schutzkonzepte für Batterien auf Paletten, in Gitterboxen und definierten Lagerbereichen – stationär, temporär oder innerhalb wiederkehrender Logistikprozesse.
Rücknahme & Recycling
Lösungen für Batterierücknahme, Sammlung, Zwischenlagerung und Weitertransport in Handel, Service, Recycling und professioneller Entsorgungslogistik.
Werkstatt, Service & After-Sales
Brandschutz für beschädigte, ausgebaute oder auffällige Batterien in Werkstätten, Servicezentren, Reparaturbetrieben und technischen After-Sales-Prozessen.
Forschung, Entwicklung & Batterieprüfung
Kundenspezifische Lösungen für Prüfstände, Entwicklungsumgebungen, Prototypenbatterien und kontrollierte Versuchsaufbauten.
Einzelhandel & gewerbliche Batteriesysteme
Sicherheitslösungen für Rücknahmestellen, Werkzeugakkus, E-Bike-Batterien, mobile Geräte und gewerbliche Lade- und Lagerbereiche.
Die passende Brandschutzlösung für Ihre Lithium-Ionen-Batterie
Sie möchten ein bestehendes Brandschutzsystem auswählen oder benötigen eine kundenspezifische Lösung für Batterie, Fahrzeug, Produktion, Lagerung oder Logistik? Unsere Spezialisten unterstützen Sie von der technischen Bewertung bis zur Serienlösung.
Persönliche Beratung zu Produkt, Ausführung und Einsatzkonzept.
Häufige Fragen zu Brandschutzlösungen für Lithium-Ionen-Batterien
Batteriebrandschutz umfasst unterschiedliche Schutzziele und Einsatzbedingungen. Die folgenden Fragen geben eine erste technische Orientierung zu Brandbegrenzung, Materialien, Anwendungen und kundenspezifischen Lösungen.
Die geeignete Lösung hängt von Batteriegröße, Energieinhalt, Batteriezustand, Anwendung und Schutzziel ab. Für Elektrofahrzeuge und große Batteriesysteme kommen häufig Brandbegrenzungsdecken oder passgenaue Brandschutzhauben zum Einsatz. Für kleinere Akkus eignen sich je nach Anwendung Brandschutztaschen oder stationäre Lagerlösungen. Für Transport und Rücknahme können zusätzlich zugelassene Gefahrgutverpackungen erforderlich sein.
Thermal Runaway bezeichnet eine sich selbst verstärkende thermische Reaktion innerhalb einer Batteriezelle. Dabei können innerhalb kurzer Zeit hohe Temperaturen, Reaktionsgase, Druckimpulse, Flammen und heiße Partikel entstehen. Abhängig vom Batteriesystem kann sich das Ereignis auf weitere Zellen ausbreiten.
Bei Lithium-Ionen-Batterien steht nicht das klassische Ersticken eines Feuers im Vordergrund. Ein Thermal Runaway kann aufgrund interner chemischer Reaktionen weiterlaufen. Eine geeignete Brandbegrenzungsdecke dient deshalb primär der räumlichen Begrenzung des Brandgeschehens, der Reduzierung der Flammenausbreitung und dem Schutz der Umgebung.
Die thermische Belastung hängt stark von Zellchemie, Batteriegröße und Ereignisverlauf ab. Für besonders anspruchsvolle Anwendungen verwendet Fingerhuth SiO₂-Silikatgewebe mit Dauertemperaturbeständigkeit bis 1.200 °C und kurzzeitiger Spitzenbelastbarkeit bis 1.600 °C.
Für Elektrofahrzeuge stehen insbesondere Brandbegrenzungsdecken nach DIN SPEC 91489 zur Verfügung. Typische Einsatzorte sind Parkhäuser, Tiefgaragen, Ladeinfrastruktur, Werkstätten, Fahrzeugflotten, Autohäuser und öffentliche Einrichtungen. Die konkrete Bereitstellung sollte in ein betriebliches Einsatz- und Sicherheitskonzept eingebunden werden.
Ja. Für vollständige HV- und Traktionsbatterien bieten wir Brandbegrenzungsdecken sowie passgenaue Brandschutzhauben. Diese können auf Batteriegröße, Transportgestell, Produktionsprozess oder Lagerkonzept abgestimmt werden.
Ja. Fingerhuth entwickelt kundenspezifische textile Brandschutzsysteme für industrielle Anwendungen. Dazu gehören Materialauswahl, konstruktive Auslegung, Prototypenbau, Sonderabmessungen und reproduzierbare Serienfertigung am deutschen Entwicklungs- und Produktionsstandort.
Je nach Temperatur- und Anforderungsprofil kommen SiO₂-Silikatgewebe, hochtemperaturbeständige Glasgewebe, thermische Isolationsmaterialien sowie funktionale Beschichtungen und Ausrüstungen zum Einsatz. Entscheidend ist immer der vollständige Material- und Konstruktionsaufbau des jeweiligen Systems.
Für Rücknahme- und Transportprozesse muss zunächst der tatsächliche Batteriezustand bewertet werden. Je nach Transportfall gelten unterschiedliche Gefahrgutvorschriften. Der SECON KMB Gefahrgutbehälter ist für definierte ADR-Verpackungsanweisungen ausgelegt und eignet sich unter anderem für professionelle Rücknahme-, Service- und Recyclingprozesse.