Hochtemperatur-Textilien & textile Dichtungen
Schmaltextilien zum Abdichten, Isolieren und Schützen bei hohen Temperaturen
Fingerhuth bietet Hochtemperatur-Textilien und textile Dichtungslösungen für industrielle Anwendungen, in denen hohe Temperaturen, Wärmestrahlung oder thermisch belastete Bauteile besondere Anforderungen an das eingesetzte Material stellen. Zum Portfolio gehören Gewebe- und Dichtbänder, geflochtene Packungen, Dichtschnüre, textile Schläuche sowie kundenspezifische Dichtungsprofile wie Kaulquappendichtungen, Fahnenprofile und Doppel-Wulst-Profile.
Entscheidend für die Auswahl ist nicht allein die Produktform. Abhängig von Temperaturbereich, mechanischer Beanspruchung, Einbausituation und gewünschter Funktion stehen unterschiedliche Fasersysteme zur Verfügung: E-Glasfaser, HR-Glasfaser, Silikatglasfaser, biolösliche AES-Faser und Keramikfaser. Dadurch lassen sich textile Lösungen für ein breites Spektrum industrieller Hochtemperaturanwendungen realisieren.
Die Schmaltextilien werden beispielsweise im Industrie- und Ofenbau, Maschinen- und Anlagenbau, in thermischen Prozessanlagen sowie zur Abdichtung und Isolation von Türen, Klappen, Fugen, Leitungen und Bauteilen eingesetzt. Neben Standardabmessungen sind je nach Produktgruppe auch individuelle Abmessungen, Konstruktionen und Sonderausführungen möglich.
Hochtemperatur-Textilien für unterschiedliche Dichtungs- und Isolationsaufgaben
Je nach Einbausituation und Funktion kommen unterschiedliche textile Konstruktionen zum Einsatz. Unser Portfolio umfasst Hochtemperaturbänder, geflochtene Dichtpackungen, Dichtschnüre, textile Schläuche und kundenspezifische Hochtemperatur-Dichtungsprofile.
Innerhalb der Produktgruppen stehen verschiedene Faserwerkstoffe, Abmessungen und textile Konstruktionen zur Verfügung. So kann die Ausführung gezielt auf Temperatur, Geometrie, mechanische Beanspruchung und gewünschte Dichtungs- oder Isolationswirkung abgestimmt werden.
Welches Hochtemperatur-Textil passt zu Ihrer Anwendung?
Für die Auswahl sind neben der Produktform insbesondere Betriebstemperatur, Art der thermischen Belastung, Einbausituation, Abmessungen, mechanische Beanspruchung und gewünschte Funktion entscheidend. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl von Faserwerkstoff, textiler Konstruktion und geeigneter Ausführung.
Das passende Hochtemperatur-Textil für Ihre Anwendung
Sie kennen Temperatur, Abmessungen und Einbausituation, sind sich aber bei Werkstoff oder Produktkonstruktion noch nicht sicher? Wir unterstützen Sie bei der Auswahl von Hochtemperaturband, Packung, Dichtschnur, Textilschlauch oder kundenspezifischem Dichtungsprofil – abgestimmt auf Ihre technischen Anforderungen.
Persönliche Beratung zu Produkt, Ausführung und Einsatzkonzept.
Häufige Fragen zu Hochtemperatur-Textilien und textilen Dichtungen
Die Auswahl eines geeigneten Hochtemperatur-Textils hängt von mehreren Faktoren ab. Neben der Temperatur sind insbesondere Faserwerkstoff, textile Konstruktion, Einbausituation, mechanische Beanspruchung und gewünschte Funktion entscheidend.
Zum Portfolio gehören Hochtemperatur- und Glasfaserbänder, geflochtene Packungen, Dichtschnüre, textile Schläuche und kundenspezifische Fahnenprofile. Abhängig von der Produktgruppe stehen unterschiedliche Faserwerkstoffe, Abmessungen und Konstruktionen zur Verfügung.
Für textile Hochtemperaturprodukte werden je nach Anforderung unter anderem E-Glasfaser, HR-Glasfaser, Silikatglasfaser, biolösliche AES-Faser und Keramikfaser eingesetzt. Die Werkstoffe unterscheiden sich insbesondere hinsichtlich Temperaturbereich und anwendungsspezifischer Eigenschaften.
E-Glas ist ein bewährter Werkstoff für zahlreiche technische Textilien im mittleren Temperaturbereich. HR-Glasqualitäten sind für erhöhte thermische Anforderungen ausgelegt und erweitern damit den Einsatzbereich klassischer Glasfasertextilien.
Welcher Werkstoff geeignet ist, hängt neben der Temperatur auch von Produktkonstruktion und Einsatzbedingungen ab.
Silikatfasern besitzen einen hohen SiO₂-Anteil und werden insbesondere für höhere thermische Belastungen eingesetzt, bei denen klassische Glasfaserqualitäten ihren geeigneten Anwendungsbereich erreichen.
Ob ein Silikatprodukt erforderlich ist, sollte anhand von Dauer- und Spitzentemperatur sowie der konkreten thermischen Belastung bewertet werden.
AES steht für Alkaline Earth Silicate. Dabei handelt es sich um biolösliche Hochtemperaturfasern, die für verschiedene flexible Dichtungs- und Isolationsprodukte eingesetzt werden. Je nach Konstruktion sind daraus beispielsweise Bänder, Schnüre und Packungen erhältlich.
Je nach Faserwerkstoff und Produktkonstruktion stehen textile Lösungen für unterschiedliche Hochtemperaturbereiche bis etwa 1.260 °C zur Verfügung.
Die maximale Temperatur eines Faserwerkstoffs darf jedoch nicht pauschal auf jedes daraus gefertigte Produkt übertragen werden. Verstärkungen, Beschichtungen, Garnkonstruktion sowie Dauer und Art der thermischen Belastung können den tatsächlichen Einsatzbereich beeinflussen.
Dichtschnüre sind flexible textile Produkte, die beispielsweise gedreht, gestrickt oder geflochten ausgeführt werden können. Packungen besitzen typischerweise eine definierte geflochtene Konstruktion und sind in unterschiedlichen Querschnitten wie rund, quadratisch oder rechteckig erhältlich.
Welche Ausführung besser geeignet ist, hängt von Dichtspalt, Kompression, Geometrie und mechanischer Beanspruchung ab.
Für ausgewählte Bandqualitäten sind selbstklebende Ausführungen als Montagehilfe möglich. Dabei ist zu beachten, dass die Temperaturbeständigkeit des Klebesystems nicht mit der Temperaturbeständigkeit des Hochtemperaturgewebes gleichgesetzt werden darf.
Die Verfügbarkeit und Eignung wird deshalb für die jeweilige Anwendung geprüft.
Eine Kaulquappendichtung, auch Fahnenprofil genannt, kombiniert eine flexible textile Dichtwulst mit einer seitlichen Befestigungsfahne. Die Wulst übernimmt die eigentliche Dichtungs- und Isolationsfunktion, während die Fahne zur Befestigung des Profils am Bauteil dient.
Solche textilen Dichtungsprofile werden insbesondere für thermisch beanspruchte Dichtstellen im Ofen-, Maschinen- und Anlagenbau eingesetzt. Neben klassischen Kaulquappendichtungen sind auch kundenspezifische Profilgeometrien und Doppel-Wulst-Profile möglich.
Besonders hilfreich sind Angaben zu Produktform, Abmessungen, Dauer- und Spitzentemperatur, Einbausituation, gewünschter Funktion, mechanischer Beanspruchung und benötigter Menge.
Bei kundenspezifischen Profilen oder Sonderausführungen erleichtern Zeichnungen, Fotos oder vorhandene Muster die technische Bewertung.